1 Wölfnitz
Für Wölfnitz sind ältere Hinweise über das Entstehen des Ortes nicht bekannt.
2 Zapfendorf
Der Ort liegt östlich der antiken Siedlung von Grafenstein und wäre siedlungsmäßig mit Grafenstein zu betrachten.
3 Münzendorf
Im Jahre 1303 wird der Ort als "Enzeins" genannt, später "Inzendorf" und abgeleitet Münzendorf. Der Ort wird über einen langen Zeitabschnitt "Inszmannsdorf" genannt. Mit Gemeinderatsbeschluss vom 18.10.1957 wird die Bezeichnung "Münzendorf" festgelegt.
4 Werda
Über diesen Ort sind keine besonderen Hinweise bekannt. Er liegt an der alten Römerstraße.
5 Schloß Rain
Der Ortsname Rain wird 1302 erstmals urkundlich erwähnt. Er bedeutet ein geneigtes Gelände, Hang, oder einen Rain als Grenze. 1429 stand hier ein Wehrturm, der zu den Salzburger Lehen gehörte. 1521 wird ein Valentin am Rain erstmals erwähnt. Der Christofhof wurde in den sechziger Jahren d.J. geschleift. In der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde das Gut von Gustav Ritter von Metnitz zum Schloss umgebaut. 1928 erwarb Dr. Carl Graf Czernin-Chudenitz Schloß Rain in dessen Familie sich das Schloss und die Ländereien heute noch befindet.
6 Haidach
Von diesem Ort sind ältere Hinweise nicht feststellbar. Sein Entstehen könnte im Mittelalter vermutet werden.
7 Replach
wird im Jahre 1640 erstmals urkundlich erwähnt.
8 Oberfischern
Die Gründung dieser Siedlung dürfte zwischen dem 11. und 12. Jahrhundet erfolgt sein.
9 Unterfischern
Die Gründung dieser Siedlung dürfte zwischen dem 11. und 12. Jahrhundet erfolgt sein.
10 Saager
In Saager existierte eine 1228 von den Viktringer Mönchen erbaute St.Michael Kapelle. Im Visitationsbericht von 1616 wie auch in einer Urkunde aus dem Jahre 1382 wird sie als Kirch Hl. Kreuz in Saager erwähnt. Der Visitationsbericht von 1660 nennt die Kirche erstmals als "St. Anna".
Das Schloß Saager ist urkundlich seit 1372 Sitz der Metnitzer und wurde im 16. Jahrhundert ausgebaut. In ihrem Besitz blieb das Gut bis 1811.
1961 erwarb Prof. Giselbert Hoke das Schloss von Josef Planteu, Wildenstein und errichtete südlich der Kirche auf seinem Grundstück einen karnerartigen Rundbau als private Sonderbestattungsanlage für seine Familie.
Wenn man von der Kirche in Saager den im Berghang verlaufenden Weg Richtung Gumisch geht, sieht man am Wege Felsbrocken mit kleinen, ausgemeiselten Nischen.
Es sind dies Felsbildstöcke mit einem besonderen Seltenheitswert. Leider verfallen sie zusehends. Sie waren früher mit Mörtel geglättet und von frommer Hand mit bäuerlichen Malereien versehen. Vor ca. 30 Jahren waren sie noch gut erhalten.
Ein Bild zeigt den legendären Sturz der hl. Hildegard von Stein aus der am Skarbinfelsen befindlichen Hildegardsburg, Schloß Prosenitza.
1836 erbaute der Bauer Jakob Stuller, vlg. Wurnig, in Seeland 20, heute Jugoslawien die damals 136 m lange und 5,5 m breite Annabrücke, sowie den westlich der Annabrücke befindlichen Nischenbildstock, dessen Ölbild der hl. Anna in den siebziger Jahren gestohlen wurde, aus eigenen Mitteln.
Am 27.6.1894 veranstaltete der damalige Besitzer des Gasthauses Annabrücke, Anton Placeriano, er nannte sich aus Schmautzer den ersten Annakirchtag, der ein großes gesellschaftliches Ereignis war und bis heute ist.
1937 ging der Besitz durch eine Zwangsversteigerung in den Besitz des August Nußbaumer über, in dessen Familie er sich heute noch befindet.
11 Schulterndorf
Der Ortsname Schulterndorf wird 1655 erstmals erwähnt. Abgeleitet wird dieser Name vom Schild der Ritterrüstung. Die Ortschaft Schulterndorf wurde während des Ktn. Abwehrkampfes von südslawischer Artillerie beschossen.